Aktuelles
Rundschreiben April 2026
Holzmarkt
Die Preise für Fichtenstammholz sind Anfang des Jahres nochmals gestiegen und haben sich auf einem relativ hohen Niveau eingependelt. Aktuell können wir bis zu 130.€/fm für frische Fichten-Fixlängen (LBC 2b+) netto auszahlen. Viele unserer Mitglieder haben im vergangenen Winter die Chance genutzt und Holz gemacht. Zum Jahreswechsel waren die Bedingungen für die Holzernte ideal und sowohl Waldbesitzer als auch die örtlichen Forstunternehmer haben die Zeit genutzt und bis Mitte Januar große Mengen Holz für die WBV bereitgestellt. Dafür möchten uns herzlich bedanken!
Ende Januar hatten wir teilweise Holzmengen für 3 Monate im Vorlauf, weshalb sich die Holzabfuhr zu einigen Sägewerken verzögerte. In den nächsten Wochen sollte sich die Abfuhrsituation wieder normalisieren. Momentan sind die Sägewerke noch gut mit Rundholz versorgt. Spätestens für den Juni rechnen die Säger aber eher mit einer Unterversorgung. Deshalb sollten weitere Holzeinschläge nur in Absprache mit der WBV erfolgen und besser zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden. Vergessen Sie auch die Waldpflege nicht! Im April können auch noch letzte Durchforstungen eingeplant werden. Wichtig dabei ist, dass kein Brutholz für den Borkenkäfer im Bestand verbleibt! Frisches Papierholz aus Durchforstungen ist wieder gesucht und kostet aktuell 32.-€/rm (Güte N). Harvester-Einschläge sind damit wieder mindestens kostendeckend.
Extreme Starkholzeinschläge sollten momentan nicht gemacht, sondern besser in den Herbst verschoben werden. Wir rechnen dann wieder mit besseren Konditionen für überstarkes Holz (Stockdurchmesser über 60cm in Rinde!) Momentan ist dieses Sortiment auf dem örtlichen Markt schwer abzusetzen.
Für das 2. Quartal stehen die Preisverhandlungen noch aus. Bisher ging man von gleichbleibenden Preisen für Fichten-Stammholz aus. Wie sich der Krieg im Nahen Osten auf den Holzmarkt auswirken wird, ist momentan noch nicht abzusehen. Fragen Sie deshalb bei uns nach den aktuellen Holzpreisen und melden Sie geplante Holzmengen in jedem Fall rechtzeitig vor dem Einschlag bei uns an.
Studienreise der WBV Dachau
Vom 28.06.2026 – 01.07.2026 findet eine Studienreise nach Thüringen und Sachsen statt. Es wird viel Interessantes zu sehen sein rund um Wald, Natur und Kultur!
Anmeldungen bitte in der WBV-Geschäftsstelle.
Anmeldeschluss ist der 30. April 2026!
Holzaushaltung – Holzbereitstellung
Fichten-Fixlängen:
Längen 5,10m + 4,10m (inl.10cm Übermaß);
Zopf min. 15cm in Rinde; frisch, gesund, gerade Stock über 60cm in Rinde getrennt lagern
Mengen unter 15fm! – messen, Holzliste erstellen und möglichst auf Sammelplätze fahren! (Holzlisten finden Sie auf unserer Webseite!)
Papierholz:
Länge ausschließlich 3,00m; Zopf min. 9cm in Rinde; frisch, gesund, gerade; nur aus Durchforstungen; kein grobastiges Holz aus Endnutzungen!
Alle anderen Baumarten und Sortimente:
Aushaltung nur nach Rücksprache mit der WBV!
Holzlagerung
Auch in diesem Winter gab es immer wieder Probleme bei der Holzabfuhr, aufgrund schlechter Zufahrtswege. Bitte lagern Sie ihr Holz an Wegen die ganzjährig für die Holzabfuhr mit (40to!) geeignet sind (mindestens Flurbereinigungswege!). Setzen Sie die Wege regelmäßig in Stand – irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem die Abfuhr eben nicht mehr möglich ist. Besonders nach dem nassen Herbst 2025 sind viele Wege stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Auch das Lichtraumprofil an den Wegen sollte regelmäßig freigeschnitten werden, damit nicht hereinhängende Äste die Abfuhr behindern oder den LKW beschädigen!
Lagern Sie bitte ihr Holz stirnseitig zum Weg und möglichst nicht an stark befahrenen Straßen. (Bundes- oder Kreisstraßen!). Bitte lagern Sie Frischholz aus dem Wintereinschlag in der Zeit von Januar bis April möglichst nicht auf Äckern und Wiesen. Erfahrungsgemäß kann sich in dieser Zeit die Holzabfuhr z. T. erheblich verzögern!
Kümmern Sie sich auch um Lagerplätze für Käferholz! (Entfernung min. 500m vom Wald!)
Holzlagerung auf Flächen, die dem Naturschutz gewidmet sind, ist grundsätzlich verboten und wird konsequent geahndet! (siehe Beitrag vom Amt weiter unten!)
Aktuelles vom Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Fürstenfeldbruck
Frühjahrskulturen
Der gute Holzpreis sorgt für entsprechenden Einschlag. Bei der Wiederaufforstung sollten Sie dennoch keine späte Frühjahrspflanzung riskieren. In diesem Fall schieben Sie die Maßnahme besser in den Herbst – die Pflanzenverfügbarkeit ist zufriedenstellender und es wird voraussichtlich weniger Ausfälle aufgrund von Trockenheit geben. Dennoch auch an dieser Stelle die dringende Bitte: Douglasie aufgrund von drohender Frosttrocknis möglichst im Frühjahr pflanzen.
Vergessen Sie nicht, bereits vorhandene Kulturen während des Sommers ausreichend zu Pflegen. In der Regel muss Konkurrenzvegetation in den ersten Jahren mindestens 2x jährlich beseitigt werden.
Borkenkäfer in den Startlöchern
Mitte April beginnen Buchdrucker und Kupferstecher in unseren Lagen für gewöhnlich mit ihrem ersten Schwärmflug. Überwinterungsbäume, die bis dahin noch nicht aus dem Wald verschafft sind, sind Ausgangspunkte neuer Käferherde. Bitte verschaffen Sie diese Bäume – falls nicht längst im Winter geschehen – bitte unverzüglich aus dem Wald. Sie erkennen diese Bäume meist an abfallender Rinde bei grüner oder sich verfärbender Krone. Rindenfetzen dieser Bäume, die bereits auf dem Boden gefallen sind, beherbergen ebenso eine große Zahl an fertigen Jungkäfern, die dann pünktlich zum Schwärmbeginn losfliegen. Die Landesanstalt empfiehlt auch diese Rindenstücke aus dem Wald zu entfernen. Ein Grund mehr, die Überwinterungsbäume bei beginnender abfallender Rinde zukünftig frühzeitig im Winter zu holen.
Handlungsempfehlungen
- Der erste Befall konzentriert sich meist auf liegende Stämme aus Schneebruch oder Windwurf. Die Käfer sind nach frischem Befall – je nach Witterung – ca. 2 bis 3 Wochen mit der Eiablage beschäftigt, bevor Sie wieder ausfliegen, um Geschwisterbruten anzulegen. Sobald Sie Häufchen aus rotem Bohrmehl auf den Stämmen entdecken, können Sie wirksam Borkenkäfer abschöpfen, indem Sie das befallene Holz aus dem Wald verbringen.
- Gehen Sie an stehenden Fichten überall dort intensiv auf Bohrmehlsuche, wo liegendes Holz befallen wurde. Schneebruch- und Sturmschadholz vom Winter ist jetzt noch ausreichend frisch und bietet ideale Brutbedingungen. Da der Brutraum in den Schadhölzern aber rasch besetzt ist, konzentrieren sich weiter anfliegende Buchdrucker und Kupferstecher auf angrenzende, stehende Fichten.
- Suchen Sie auch an Süd- bzw. Südwest ausgerichteten Bestandrändern und in den Randbereichen der letztjährigen Käfernester nach erstem Stehendbefall, also frischem Bohrmehl!
Förderung von insektizidfreier Borkenkäferbekämpfung
Auch in diesem Jahr wird es wieder Fördermittel für die insektizidfreie Käferbekämpfung geben. Start der Förderperiode wird Mitte April erwartet, wenn die Holzabfuhr zu stocken beginnt. Seit der Umstellung auf iBalis kann nur noch Stammholz gefördert werden. Brennholz und Hackschnitzel werden über eine Pauschale von 20 % vom Stammholz abgegolten. Wichtig ist, dass nur frisches Schadholz mit Rindenanteil über 50 % gefördert wird und sämtliches Holz inkl. Restholz aus dem Wald verbracht wurde.
Einzelanträge können wie in den vergangenen Jahren ab einer Schadholzmenge von 70 fm als eigenständiger Antrag bearbeitet werden. Bei Mengen unter 70 fm Schadholz kann weiterhin über eine Beteiligtenerklärung an einem Sammelantrag der WBV partizipiert werden.
Lagerplätze für Käferholz
Aufgrund von Kollisionen mit Flurbereinigungsbiotopen kann der bisherige Lagerplatz in Wollomoos zukünftig nicht mehr gefördert werden. Auch die Lagermöglichkeiten in Pipinsried sind auf eine Fixlängentiefe vom Weg aus beschränkt. Das Ablagern von Hölzern wird von der Gemeinde nicht mehr geduldet. Dies gilt ebenso für zerstreute Einzelpolter auf Flurbereinigungsbiotopen. Vor einer möglichen Förderung des Lagerplatzes wird dies vom Revier geprüft. Falls Sie sich zuerst selbst einen Eindruck machen wollen, können Sie die Flächen im Bayernatlas (https://atlas.bayern.de/) unter Themen > Umwelt und Naturgefahren > Biotopkartierung (Flachland) und Ökoflächenkataster (aus Flurbereinigung) anzeigen lassen.
Sofern Sie selbst einen möglichen Lagerplatz im Gemeindebereich Altomünster bereitstellen können mit guter Verkehrsanbindung und 500 m Entfernung zum nächsten Fichtenbestand, stoßen Sie auf sehr offene Ohren bei der WBV-Geschäftsstelle und dem Revier Dachau!
Nächste Termine im Wald
Samstag, 11.04.2026
Durchforstung, Pflege und Schutz
um 9.00 Uhr in Gaggers
(Treffpunkt am Waldanfang links von Gaggers Richtung Langengern)
Samstag, 18.04.2026
Praxistag Technik und Jagd
um 9.00 Uhr
in Armetshofen (Treffpunkt Armetshofen 4, Schwabhausen)
Montag, 04.05.2026
Kulturpflege mit Martin Hoyer
um 17 Uhrin Erdweg (Treffpunkt am Parkplatz Oberes Haus Petersberg)
Sonntag, 10.05.2026
Baumarten im Klimawandel
um 14 Uhr am WEZ Grafrath (Treffpunkt am Walderlebniszentrum Grafrath,
Anmeldung unter 08144 507)
Freitag, 17.07.2026
Alternative Baumarten
um 14 Uhrin Tandern (Treffpunkt wird noch bekannt gegeben)
